Das Waldviertel

"S´ Woidviert´l"

(Eine Info-Seite von www.waldviertel-bilder.at)

Das Waldviertel befindet sich im Norden von Österreich und ist eines der Viertel (neben Wein-, Most- und Thermenviertel) des Bundeslandes Niederösterreich. Im Norden wird es von der Tschechischen Republik, im Osten vom Manhartsberg, im Süden von der Donau und im Westen vom Bundesland Oberösterreich begrenzt. Die Bezirkshauptstädte Gmünd, Zwettl, Waidhofen/Thaya und Horn bilden die Verwaltungszentren in der Region. Ebenso hat das Waldviertel noch beachtliche Flächenanteile an den Bezirken der Wachau-Städte Krems und Melk, wie auch einen Anteil am nordwestlichen Bereich des Bezirkes Hollabrunn (Region "Nationalpark Thayatal").

Schon die Römer nannten diesen Landstrich "Silva Nortica" (Nordwald). Obwohl diese ferne Länder eroberten - das Waldviertel schafften sie nie zu betreten, denn an der Donau war für sie Endstation. Sie mussten das Gebiet unseren germanisch-keltischen Vorfahren überlassen.   

Das Waldviertel ist der letzte Ausläufer eines einst riesigen Waldgebietes, das sich über Nordost-Europa bis nach Finnland erstreckte. Mit seinem Alter von rund 800 Millionen Jahren gehört das Waldviertel überhaupt zu den ältesten geologischen Zonen Europas. Einst so hoch wie heute der Himalaya wurde über die Jahrmillionen das Gebiet durch die Erosion zu seinem heutigen Erscheinungsbild geformt. Geblieben ist ein "Rumpfgebirge" bestehend aus Granit und Gneis, dessen höchste Erhebungen knapp über 1.000 Meter Seehöhe reichen.

Das Klima ist zwar rau und es werden im Winter oft noch tiefere Temperaturen als in den Alpentälern gemessen, doch - man glaubt es kaum - gibt es hier die meisten Sonnenstunden: Denn während sich in den sonst klimatisch begünstigten Niederungen dichter Nebel breitmacht, scheint in den Höhenlagen des Waldviertels oft schon die Sonne!     

Überhaupt besticht das Waldviertel durch seine beeindruckenden und mystisch anmutenden Landschaftsformen: Ausgedehnte Wälder, Schluchten, rauschende Wasserfälle, Höhlen, Moore, riesige Steinformationen, von denen etliche sogar mit Menschenkraft zum Schwingen gebracht werden können ("Wackelsteine").

Das Waldviertel kann eine artenreiche Flora und Fauna aufweisen. Am einstigen "Eisernen Vorhang" gelegen war es ein Randgebiet und entsprechend wirtschaftlich benachteiligt - was für die Entfaltung der Natur ein Vorteil gewesen ist.

Durch das Fallen der Mauern und Grenzen und dem EU-Beitritt der Nachbarländer des ehemaligen "Ostblocks" rückt das Waldviertel nun ins Herz von Europa. Das ist Chance und Risiko zugleich. Dem kulturellen Austausch, dem wirtschaftlichen Wachstum und dem Zusammenrücken der Nationen steht der "freie Personen- und Warenverkehr" der EU gegenüber: Waren wollen - insbesonders aus den und in die neuen Mitgliedsländer - transportiert werden. Die Gefahr, dass das Waldviertel aufgrund der EU - Verkehrspolitik und der vorhandenen Ausbaupläne des Straßennetzes zum "Transitviertel" verkommen und das bislang bewährte Standbein des "Sanften Tourismus" gefährdet sein könnte, wäre groß. Die bestehende Transit - Problematik im Westen Österreichs sollte uns als Mahnung dienen - lernen wir daraus bevor es zu spät ist!

Gehen wir jedoch davon aus, dass das Waldviertel durch das Zusammenrücken der Völker neuen Aufschwung erfahren und seine Chancen wird nützen können. Möge diese schöne Landschaft auch künftig für alle Freunde des Waldviertels, und für all jene, die es noch werden wollen, als die "gesündeste Ecke Österreichs" Raum zum Erholen, Staunen und Genießen bieten!

 

 

 

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