Der Kamp

Lebenslauf eines Waldviertler Flusses

(Eine Rubrik von www.waldviertel-bilder.at)

 

           

vom Ursprung        .......    bis zur Mündung

Der Kamp in Bildern

 

Im tiefen Nordwald, unweit von Liebenau an der Grenze zwischen Ober- und Niederösterreich, entspringt der KAMP. Er ist neben der Thaya, der Krems und der Lainsitz der bedeutendste Fluss des Waldviertels!

Seinen Namen erhielt er von den Kelten, die einst dieses Gebiet besiedelten: "KAMBOS" = Der krumme Fluss.

Diesen Namen erhielt er nicht umsonst, denn insbesonders an seinem Oberlauf schlängelt er sich in unzähligen Mäandern durch die Landschaft. Auf seinen ersten Kilometern bildet er die Grenze zwischen den Bundesländern Oberösterreich (Mühlviertel) und Niederösterreich (Waldviertel)

Auf seinem Lauf durch das Waldviertel hat sich der Kamp durch das harte Granitgestein gegraben. Imposante Flusslandschaften, die als "Naturdenkmäler" unter Schutz gestellt worden sind, zeugen davon: Der "Höllfall" bei Arbesbach und das "Naturdenkmal Oberes Kamptal" zwischen Roiten und Uttissenbach.

Auch imposante Bauwerke, wie Mühlen und Burgen, sind an seinen Ufern zu finden. Die bedeutendsten davon sind die Burgruine Arbesbach ("Stockzahn des Waldviertels") und die Burg Rappottenstein. Unterhalb letzterer vereinigt er sich mit dem Kleinen Kamp (oder auch Ritterkamp genannt), der im Weinsberger Wald entspringt.

Bevor der Kamp die Stadt Zwettl erreicht, wird sein Lauf allmählich ruhiger. Wenige Kilometer unterhalb von Zwettl fließt er am Zisterzienserstift Zwettl vorbei. Unweit davon beginnt der Rückstau des Ottensteiner Stausees, der eine Länge von 14 Kilometern erreicht.

Der Stausee Ottenstein ist der größte der drei Kamptalstauseen (Ottenstein, Dobra-Krumau, Thurnberg-Wegscheid). 1957 waren diese vollendet und verwandelten das einst tief eingeschnittene Kamptal in eine bis weit über unsere Region hinaus bekannte fjordähnliche Seenlandschaft. Hier vereinigt sich der Kamp mit seinem "zweiten kleinen Bruder", dem Purzelkamp, der im Gebiet um Traunstein seinen Ursprung hat.

Nicht wegzudenken von diesem Landschaftsbild sind die geschichtsträchtigen Burgen und Ruinen an und unterhalb der Stauseen: Ruine Lichtenfels, Schloss Ottenstein, Ruine Dobra, Burg Krumau, Ruine Schauenstein, ... um die wichtigsten zu nennen.

Das wohl bekannteste Bauwerk hoch über dem Kamptal ist die Rosenburg. Unweit dieser ändert der Kamp plötzlich seine Laufrichtung von Ost nach Süd. Das Klima ist in dieser Gegend nicht mehr so rau wie im tiefen Waldviertel und lädt daher zu Sommerfrischen ein, wie zum Beispiel in Gars am Kamp.

Der Kamp fließt nun breit und behäbig dahin und bildet an seinen Ufern wunderschöne Wiesen- und Aulandschaften, die vielen Tieren und Pflanzen wertvollen Lebensraum bieten. Nicht umsonst wurde dieses Gebiet als "Naturpark Kamptal" unter Schutz gestellt.

Das Klima wird nun immer milder und so ist es nicht verwunderlich, dass der Kamp an den letzten Kilometern seines Laufes an den Weinhängen bei Langenlois, Gobelsburg und Hadersdorf am Kamp vorbeifließt.

Unweigerlich windet sich der Kamp dem Ziel seiner Reise - der Donau - entgegen. Er würde sich bereits früher mit ihr vereinigen, hätte man nicht im Jahr 1975 aufgrund des Baues des Donaukraftwerkes Altenwörth seine Mündung um rund 7 Kilometer stromabwärts verlagert.

Nach rund 140 Kilometern erreicht der Kamp bei Altenwörth sein Ziel: die Donau ...

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